7. November 2012

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Johannisbeersaft selbst gemacht…

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Hier noch einer meiner Nachzügler aus dem vergangenen Sommer: Die Johannisbeere hat viele Namen: Umgangssprachlich heißt sie in Norddeutschland Ahlbeere, landschaftlich Gichtbeere, in Schwaben Träuble, in der Pfalz Kanstraube, in der Schweiz nennt man sie Meertrübeli und in Österreich und Altbayern heißen sie Ribiseln. Wer soll sich das nur alles merken …

Bleiben wir also am besten einfach bei der Johannisbeere, deren Name sich vom Johannistag (24. Juni) ableitet. Rund um dieses Datum werden die leckeren Beeren hierzulande nämlich reif. Der Johannistag (Johanni, Johannestag) ist übrigens der Gedenktag der Geburt Johannes des Täufers. Doch nun zur Herstellung des Saftes:

Zutaten:

  1. Johannisbeeren rot/schwarz (500 g)
  2. Wasser (100 ml)
  3. evt. süßen mit Honig oder Stevia
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Die Beeren zunächst gut abwaschen und abtropfen lassen. Mit einer Gabel die Beeren von den Stielen streifen. Dann die Beeren in einem Topf mit dem klarem Wasser aufkochen lassen. Alles (ca. 20-30 Minuten) kochen lassen, bis der Saft so eingekocht ist, dass er beginnt dicklich zu werden.

Man sollte vielleicht jetzt den Saft probieren und individuell entscheiden, ob man ihn noch zusätzlich süßen möchte. Hierbei kommt es natürlich auf die Eigensüße der Beeren selbst an. Ich habe den Saft in diesem Fall nicht mehr süßen müssen. Wem er jedoch nicht süß genug ist, kann man gern noch mit Stevia oder Honig hinzugeben.

Wenn die Süße gefällt, muss nun der Topfinhalt durch ein Küchensieb. Auch hier kann wieder je nach persönlicher Vorliebe ein feines oder grobes Küchensieb genommen werden. Wenn man die Beerenkerne nicht im Saft haben will, sollte man ein eher feines Sieb verwenden. Da wir auch etwas gröbere Stückchen und kleine Kerne nicht scheuen und es dem Saft auch optisch ein wenig Struktur verleiht, nehmen wir hier gern ein grobes Sieb.

Jetzt wir eine kleine Flasche mit heißem Wasser ausgespült, der Saft noch mal kurz aufgekocht und heiß in die Flasche geschüttet. Gleich darauf muss die Flasche mit dem Deckel verschlossen und auf den Kopf gestellt werden. Beim Abkühlen entsteht nun ein Vakuum, das den Saft sehr lange haltbar macht.

Der entstandene Saft lässt sich verdünnt mit Wasser sehr gut trinken oder bspw. in einem Eiswürfelbehälter als Würfel einfrieren. Über den (leider nur kurzen) Sommer haben die Würfel dann jeweils in einem Glas Wasser aufgelöst (selbst die Kinder mögen das erfrischende Ergebnis überraschend gern). Natürlich lässt aus dem konzentrierten Saft auch leckeres Eis machen oder man kann ihn über das Obst eines (Paleo)Kuchens geben. Übrigens eignen sich dieser Ablauf natürlich auch andere Obstsorten wie Kirschen, Äpfel usw.

Je mehr Geschmacksvarianten zur Verfügung stehen, umso variationsreicher später die Ideen damit zu spielen.

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