31. Oktober 2011

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Das PaleoPrinzip 6 – Folgen wir unserer Logik …

Auf dem Weg zu gesunder, natürlichen Ernährung

Die Erkenntnissen aus den bisherigen GoSt-Beiträge zu diesem Thema lassen nur einen Schluss zu : selbst wenn wir nicht auf die Errungenschaften unserer modernen Welt verzichten wollen, müssen wir dennoch den Lebensstil der Jäger und Sammler bestmöglich emulieren. Einerseits bedeutet dies eine "artgerechte" natürliche Ernährung und andererseits den genauso wichtigen Bereich von ausreichend körperlicher Bewegung.

Wollen wir also unsere altsteinzeitlichen Großeltern in körperlicher Fitness erreichen, führen uns aber Nahrung zu, für die unser Stoffwechsel nicht selektiert wurde, drohen Probleme (die zahlreichen Zivilisationskrankheiten unsere Gesellschaft ). Beginnen wir also mit den Nährungsmitteln als logische Voraussetzung für Fitness und Gesundheit.

Welche Nahrungsmittel sind diesem Ziel förderlich und welche abträglich? Wenn uns dies klar ist, fehlt nur noch eine "Diät" - nicht im Sinne einer temporären Abmagerungskur, sondern eines gen-konformen Ernährungsstils. Sie wird uns letztlich die unbelastete Energie zuführen die wir für unsere Fitness benötigen. Wie nun kann ein steinzeitlicher Speiseplan in der Moderne emuliert werden ? Eine Frage der Logik !

Welche Nahrung “gesund” und “natürlich” ist, muss danach beurteilt werden, ob sie im Einklang mit unseren Genen steht. “Natürlich” bezieht sich in diesem Zusammenhang auf Natürlichkeit im Sinne “der Natur unserer Art entsprechend”, also im Einklang mit unseren Genen.  Erst in zweiter Linie wann immer es geht “naturbelassene” Lebensmittel zu konsumieren. Und schon schließt sich der Kreis hin zur Empfehlung des großen Philosophen der Aufklärung Jean-Jaques RousseauDer Weg zurück zur Natur”.

Stehen einschlägig bekannte und traditionelle Konzepte einer gesunden Ernährung in Einklang mit diesem Grundgedanken ? Weder Befürworter einer vegetarischen Ernährung noch die Freunde von Vollwertkost haben verstanden, worum es geht. Unsere persönliche Meinung dazu : sie machen sich mitverantwortlich für immer mehr und langwierigere Krankheiten, frühem Tod und ausufernden volkswirtschaftlichen Kosten, die unsere sozialen Sicherungssysteme bald kollabieren lassen.

Entsprechende Ernährungskonzepte als Teil eines für den Menschen artgerechten Lebensstils, die sich am Jäger und Sammler der Steinzeit orientierten, gibt es seit langem. Bekannt geworden sind sie unter dem Oberbegriff “Die Steinzeiternährung” oder auch Die Paleo-Ernährung/-Diät”. Den wissenschaftlichen Anstoß dazu setzten 1985 Eaton und Konner in ihrem Buch Paleolithic Nutrition: A Consideration of Its Nature an Current Implications” (New England Journal of Medicine 312 (1985), 283-89).

Unserer Gene als die zu erkennen, die sie sind und dafür aufgeschlossen zu sein, von unseren Vorfahren und ihrem erfolgreichen Kampf ums Überleben zu lernen, könnte für viele von uns eine fruchtbare Orientierungshilfe sein. Sowohl für ein gesundes, und langes Leben als auch für bislang nicht für möglich gehaltene sportliche Leistungen. Die Alternative klingt wenig verlockend : warten bis die Evolution einige tausend Generationen weiter unseren Stoffwechsel auf ein Vegetieren in geschlossenen, keimfreien Räumen angepasst hat. Dort sitzen wir dann gentechnisch optimal angepasst und gemütlich gelagert, körperlich vollkommen inaktiv und unter permanenter Zufuhr von hochglykämischen Kohlenhydraten, gesättigten Fetten und künstlichen chemischen Zusatzstoffen. Doch leider hilft uns die Evolution heute noch nicht ! Folgen wir unserer Logik - sorgen wir dafür, unserer Art gemäß zu leben.

Die Prinzipien zur Basisernährung eines emulierten Paleo-Lifestyles näher zu erklären, ist einer der Inhalte kommender Beiträge aus dieser Serie.

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