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22. Dezember 2014

 

der selbstversuch

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was hat es damit auf sich ?

Unser Projekt interessiert Sie ? Lesen Sie jetzt, wer den Selbstversuch durchführt, wie wir ihn begleiten und welche persönlichen Erwartungen wir haben. Einige Wochen sind bereits vergangen und schon nach so kurzer Zeit kann man sagen, dass die Erkenntnis anders zu leben eignetlich schon viel früher hätte kommen müssen …

Natürlich manchen wir beide diesen Selbstversuch. Allerdings hat sich Jörg vorgenommen, dies absolut konsequent zu tun. Seit dem   01.06.2011 hält er dies auch schon tapfer durch. Ich bin da nicht ganz so konsequent – auf Brot, oder bspw. Milch im Kaffee möchte ich noch nicht vollständig verzichten.

Drücken wir es einmal so aus : Jörg macht den Selbstversuch zu 100% in allen Bereichen (Bewegung, Ernährung, usw.). Was die Bewegung angeht, gebe ich natürlich ebenfalls 100%. In Sachen Ernährung bin ich allerdings zu nur etwa 80% dabei. Zum Ausgleich werde ich mich deshalb umso mehr darauf konzentrieren, die genaue Dokumentation in allen Belangen (Mahlzeiten, Blutdruck, Training, Fortschritte, Rückschläge, Erkenntnisse, usw.) bestmöglich zu führen.

Um es gleich vorweg zu nehmen : wir möchten hier niemanden missionieren, oder unsere Überzeugung als der Weisheit letzten Schluss verkaufen.  Die Zusammenhänge sind jedoch einfach zu logisch, als dass man sie (weiter) ignorieren könnte. Für jeden, der sich seine ganz persönliche Meinung bilden möchte, hier noch einmal der Link zur Dokumentation des ARD (Das Steinzeitrezept : Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen).

Aber nun sollte Jörg Ihnen erst einmal erklären, worum es geht, bzw. was sich seit dem 01.06.2011 geändert hat …

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Hallo liebe Besucher und willkommen auf unseren Seiten ! Ich bin der Jörg und mich hat es nun (freiwillig) getroffen. Nachfolgend will ich einmal beschreiben, wie mein Leben bisher so verlief und warum ich mich dazu entschlossen habe, mit diesem Projekt einen doch recht radikalen Weg zu gehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn einige von Ihnen mich bei diesem Selbstversuch begleiten. Ich bin sicher, dass ich mit meiner Überzeugung nicht allein dastehe. Vielleicht haben Sie ja einige Anregungen oder auch Tipps für mich ?

was habe ich bisher gemacht ?

Ich bin der Jörg und inzwischen 49 Jahre. Wie sicherlich viele andere Menschen unserer Zeit auch, habe ich in den letzten Jahrzehnten die Annehmlichkeiten der “Zivilisation” in vollen Zügen genossen – oder besser gesagt, zu wenig Zeit gehabt, das Gegenteil zu tun. Verglichen mit dem Leben in der Steinzeit kann ich feststellen, dass ich mich so wenig wie möglich bewegt habe und aß, wonach mir der Sinn stand. Nicht besonders zuträglich auch mein Beruf  in den vergangenen drei Jahrzehnten : als Instrukteur in der internationalen Graphischen Industrie immer auf Achse und meist in Hotels zuhause. Das soll aber nicht bedeuten, dass – wenn ich denn mal zuhause war – ich keine Bewegung gehabt hätte. Im Gegenteil habe ich zusammen mit meiner Frau und der Familie zwei Häuser gebaut und bin immer noch regelmäßig gefordert, all das instand zu halten. Leider ist nie eine Regelmäßigkeit bzgl. körperlicher Bewegung entstanden und aufgrund meines unsteten Berufslebens konnte bisher auch die Ernährung (Burger King und Mc Donalds mir schon einige male “das Leben gerettet”) für mich keinen hohen Stellenwert haben. Das “gute” Essen – in der Regel dann auch wieder viel zu üppig – kam am Wochenende, weil Uschi und ich schon immer leidenschaftliche Hobbyköche waren. Das einzig wirkliche Laster, das ich schon seit meinem 28. Lebensjahr mit mir schleppe – ist das Rauchen. Alles in allem empfinde ich mich also als verantwortungsbewusster Familienvater, für den es immer andere Prioritäten gegeben hat, als die eigene Gesundheit durch Sport und bewusste Ernährung zu fördern und zu erhalten.

Diese Lebensweise macht mich deshalb (leider) zu einer absolut repräsentativen Person, diesen Selbsttest durchzuführen.

was ist mit mir passiert ?

Am besten lasse ich einmal zwei Bilder für mich sprechen, die kaum weiter kommentiert werden müssen. Wie man erkennen kann, bin ich heute ganz offensichtlich in jeder Hinsicht völlig außer “Form”. Wo früher mein Hemd noch fröhlich vor sich hin wehte, habe ich heute einen guten Bauchansatz. Seit 20 Jahre mit bis zu 100.000 Autobahnkilometern pro Jahr, täglichen 10 Stunden vor Computern und viele Wartezeiten in Hotels und an Flughäfen haben ganz offensichtlich ihren Preis !

Meine zunehmend fehlende Fitness wirkt sich natürlich unmittelbar auch auf die generelle Stimmungslage aus. Wer sich ständig müde, unbeweglich und schlapp fühlt, hat auch in anderen Lebensbereichen Probleme sich zu motivieren – zumindest ging es mir so. Man mag sich irgendwie selbst nicht mehr so recht leiden.

Aber nun gut, die Dinge sind wie sie sind. Ich denke man muss jetzt eben umso überzeugter ran, um die ursprüngliche Agilität zu erreichen – besser gesagt wiederzuerlangen. Man braucht sie einfach für sein eigenes Selbstwertgefühl und sein Wohlbefinden. Doch wie geht man da ran ? Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, sehr, sehr langsam jedoch stetig und konsequent diesen Selbstversuch zu machen. Was ich mir vorgenommen habe …

der plan (start 01.06.2011)

  • Ernährung nach Paleo-Prinzip. Nahrung, die es vor 10-20.000 Jahren nicht gab, werde ich auch nicht zu mir nehmen. Nach diesem Prinzip bleibt übrig : Gemüse und Obst (regional und sesonal), Wurzeln, Hülsenfrüchte (Soja und Sojaprodukte (Tofu, Tempeh), Erbsen, Linsen, Bohnen, etc.), Beeren, Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, etc. und Samen, wie Sesam, Sonnenblumenkerne, geschrotete Leinsamen), Pilze, Fisch (vor allem Tiefseefisch-Sorten, wie Tunfisch, Hering, Sardinen, Lachs, Makrele, etc. (frisch, als Tiefkühlprodukt oder in Dosen; dann möglichst im eigenen Saft oder in Olivenöl) und Fleisch. Alle Lebensmittel müssen Rohprodukte sein – dürfen also nicht vorverpackt, gemischt, vorgegart, oder auf andere Art weiterverarbeitet sein. Die Zubereitung wird vollends eigenständig vorgenommen. Zum Würzen werden mehr Kräuter und weniger Salz verwendet. Als Getränke kommen nur noch Wasser, Tee, Kaffee und ungesüßte Frucht- und Gemüsesäfte in Betracht.
  • Nicht auf der Speisekarte stehen : Getreide, alle Mehlspeisen, Nudeln, Kartoffeln, usw. Milch und Milchprodukte, wie Käse, Butter, Sahne, Yoghurt, etc. (im „Notfall“ auf Ziegenprodukte ausweichen) Margarine. Süßigkeiten in jeder Form. Industriell bearbeitete mit vielen Zusatz- bzw. Süßstoffen versehenen Lebensmittel, z.B. Fastfood, Fertiggerichte, Tütensuppen, Ketchup, Mayonnaise, Chips, Cornflakes, Kekse, Kuchen, sogenannte Erfrischungsgetränke, wie Cola, Fanta Genussmittel, wie Kaffee, Schwarztee, Nikotin, Alkohol (Ausnahme: wegen dem hohen Anteil an Bioflavonoiden und Resveratrol sind 1 – 2 Gläser Rotwein am Tag vertretbar).
  • Bewegung/Training nach Paleo-Prinzip. Wichtig für die ausgewogene körperliche Fitness ist der Umgang bzw. das Training von Wechselbelastungen – also allem, was im freien Gelände (Wald, Wiese, Feld, Berg, Tal, Bach, Fluss, usw.) unvorbereitet zu bewältigen ist. Abseits von Straßen und Wegen muss man schon gut zu fuß sein, springen, klettern, und schwimmen können. Auch das Wetter darf keine Rolle spielen – ganz im Gegenteil ist es ein wichtiger Bestandteil zur körperlichen Abhärtung. Ich will ganz sicher keinen Leistungssport betreiben, bin aber neugierig, wie sich intensive Bewegung in der Natur auf möglichst nackten (leicht geschützten) Füßen steigern lässt und letztlich auswirkt.

die veränderungen nach nun 5 monaten …

Schon nach 5 Monaten Paleo-Ernährung und “natürlicher” Bewegung hat sich für mich vieles verändert :

  • Meine Füße tragen mich jetzt wesentlich sicherer und stabiler über permanent, unebene Naturböden. Durch den unmittelbaren Kontakt der Füße mit dem Untergrund habe ich eine viel höhere Sensibilität und damit einen verbesserten Stand entwickelt. Im Gegensatz zu meinen ersten Tagen fühle ich mich nun auch “Barfuss” sehr viel wohler als mit Schuhen. Meine Achillessehnen spüre ich nach dem Training inzwischen nicht mehr, und meine Füße und Unterschenkel fühlen sich stark und verlässlich an. Mein Sehnenprobleme (Achillessehnen) haben sich nicht zuletzt auch durch die eigens entwickelten GoSt-Barefoots völlig gegeben.  Ich bin nun völlig beschwerdefrei und kann mit hoher Belastung laufen, klettern und sprinten.
  • Die andere Ernährung hat für mich zu einer sehr interessanten Beobachtung geführt. Zuvor hatte ich von jetzt auf gleich einen unbändigen Hunger bzw. anders herum nach dem Essen manchmal ein unangenehmes Völlegefühl. Heute gibt es diese Schwankungen nicht mehr und ich kann problemlos sogar Mahlzeiten um Stunden überziehen, bzw. ganz ausfallen lassen, ohne gleich “bewusstlos” zu werden. Die Paleo-Ernährung sorgt völlig eigenständig für die Regulierung des Appetits. Man hat kaum das Bedürfnis “nachzunehmen” wenn man eine Malzeit gegessen hat. Mit dieser für uns inzwischen zur angenehmen gewohnheit gewordenen Ernährung bleiben die tiefen “Leistungs-Löcher” nach den Malzeiten heute völlig aus und ich fühle mich leistungsfähig und fit.
  • In nun 5 Monaten habe ich trotz Muskelaufbau bereits 15 kg abgenommen. Inzwischen habe ich die Figur junger Jahre sogar überholt und fühle mich ausgeglichen. Mein Blutdruck lag früher durchschnittlich bei ca. 140/80 – schon in den ersten Wochen hat er sich stabil auf  115/70 bei 75 Puls eingependelt und ich fühle mich wunderbar. Die regelmäßigen Blutuntersuchungen in dieser Zeit haben gezeigt, dass sich alle wichtigen Werte extrem verbessert haben. 

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